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Japan: Erdbeben und Tsunami

Am 11. März 2011 trifft Japan das schlimmste Erdbeben seit Beginn der Messungen. Das Rote Kreuz ist sofort im Einsatz.

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Der Schicksalstag und seine Folgen

11. März 2011, 14:46 Uhr Ortszeit: Mit einer Stärke von 9,0 erschüttert ein Erdbeben den Nordosten Japans. Sogar in der 400 Kilometer vom Epizentrum entfernten Hauptstadt Tokio schwanken die Häuser, der Verkehr kommt zum Erliegen. Einige Atomkraftwerke schalten sich automatisch ab. Die  Wucht des Bebens löst einen verheerenden Tsunami aus.

Meterhohe Wellen schieben Boote wie Häuser ins Landesinnere und hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Zudem verursacht der Tsunami eine Serie von schweren Reaktorunfällen im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi. Japan ist im Ausnahmezustand: Trümmer, Brände, Stromausfälle und unzählige Nachbeben halten die Menschen in Atem. Küstengemeinden in 15 Präfekturen entlang einer Strecke von 700 km sind dem Erdboden gleich gemacht. Besonders betroffen sind die Präfekturen Iwate, Miyagi und Fukushima. Die Folgen der Katastrophe sind enorm: Fast 16.000 Menschen verlieren ihr Leben, noch im November 2011 ist das Schicksal von rund 3.600 Personen ungeklärt. 400.000 Menschen verlieren ihre Häuser oder werden aufgrund der Reaktorunfälle evakuiert. Auch der wirtschaftliche Schaden und die Konsequenzen für die Umwelt sind gewaltig.

Unterstützung für die Schwestergesellschaft

Als größte Hilfsorganisation des Inselstaates war das Japanische Rote Kreuz unmittelbar nach der Katastrophe im Einsatz. Innerhalb der ersten fünf Stunden hat es 19 medizinische Teams in die betroffenen Präfekturen entsandt und eine Einsatzzentrale eingerichtet. Unter anderem stellte das Netzwerk der 92 japanischen Rotkreuzkrankenhäuser Platz und Personal zur Verfügung, um Patienten zu empfangen und mobile Gesundheitsteams zu bilden. Das DRK hat seine Schwesterorganisation bei der Soforthilfe unterstützt und steht auch beim Wiederaufbau mit Spenden zur Seite.

Fotos: Japanisches Rotes Kreuz/ IFRC

 

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