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Internationale Rotkreuzhilfe: Vereinte Kraft in Haiti

Das schwere Erdbeben vom 12. Januar ist kaum vergleichbar mit einer anderen Katastrophe in jüngster Zeit, denn die Erschütterung hinterließ mit Port-au-Prince auch die Hauptstadt Haitis in Schutt und Asche. Die Katastrophe lässt niemanden unberührt: Rotkreuzgesellschaften aus weltweit über 60 Nationen beteiligen sich an der Hilfe für die Menschen in dem armen Karibikstaat.

Hilfe, die ankommt - das internationale Engagement im Überblick

Foto: Eine haitianische Rotkreuzhelferin kümmert sich liebevoll um ein krankes Mädchen.
Ein junges Mädchen hat Schmerzen nach einer Operation: Rokreuzhelferin Vanessa spricht und spielt mit ihr, um sie aufzumuntern.

Bis zum 13. Mai erreichten Haiti 104 Hilfsflugzeuge sowie 378 Schiffe und Lastwagen. Insgesamt 8.425 Tonnen Hilfsgüter hat das Rote Kreuz für die Not leidenden Menschen mobilisiert. Dazu gehören auch 21 Katastrophenhilfe-Einheiten (ERUs), die so zahlreich nie zuvor in einem einzigen Land im Einsatz waren.

Gesundheit und medizinische Versorgung

(Stand 21. April 2010)

  • In vier festen und 41 mobilen Einrichtungen haben Rotkreuzhelfer bereits über 100.000 Menschen medizinisch versorgt.
  • Täglich suchen zwischen 1000 und 2000 Patienten die mobilen Gesundheitsstationen und Krankenhäuser des Roten Kreuzes auf, um behandelt zu werden.
  • 152.342 Menschen – besonders Kinder – wurden gegen Krankheiten wie Masern, Tetanus und Diphtherie geimpft.
  • Um die Menschen vor Infektionen und anderen Krankheiten zu bewahren, klärt das Rote Kreuz die Menschen in Haiti über wichtige Hygienemaßnahmen auf und hat zu diesem Zweck mehr als 16 Millionen SMS-Nachrichten versandt.

Nothilfe: Haushaltsgegenstände und Lebensmittel

(Stand 05. Mai 2010)

  • Rotkreuzhelfer haben 88.404 Hygiene-Kits an die Haushalte verteilt.
  • 61.723 Küchen-Sets, 60.173 Eimer und 125.170 Kanister helfen den Menschen jetzt in ihren Haushalten.
  • Die Menschen in Haiti haben 49.234 Lebensmittelpakete erhalten.
  • 129.826 Moskitonetze vom Roten Kreuz schützen die Menschen nun vor Insekten.
  • 228.048 Decken – drei bis fünf pro Haushalt – geben den Menschen in Haiti Schutz vor Kälte.
Foto: Ein Junge mit Gipsbeinen auf einen Krankenhausbett.
Viele Kinder haben Verletzungen an ihren Armen und Beinen.
Foto: Ein Mädchen in einer Notunterkunft lehnt seinen Kopf auf einen Karton Hilfsgüter, der auf einem Stuhl steht.

Foto: Lächelnder Junge trinkt aus einer Wassertüte
Vom Roten Kreuz erhalten die Erdbebenopfer notwendige Hilfsgüter.

Wasserversorgung

Foto: Mädchen lacht und trinkt Wasser direkt aus der provisorischen Wasserleitung.
Täglich versorgt das Rote Kreuz tausende Menschen mit Trinkwasser.

(Stand 05. Mai 2010)

  • Das Rote Kreuz hat bisher rund 120.000 m³ Trinkwasser zur Verfügung gestellt und damit schätzungsweise 308.000 Menschen mit sauberem Wasser versorgt.
  • An 95 Orten im Erdbebengebiet verteilt das Rote Kreuz Wasser.
  • Von den 1.869 Latrinen neu errichteten Latrinen profitieren etwa 346.700 Menschen.

Unterkünfte

(Stand 05. Mai 2010)

  • Um den Erdbebenopfern mit Notbehausungen auszustatten, hat das Rote Kreuz hat 6771 Zelte verteilt.
  • 184.2317 Planen,  42.595 Seile und 18.405 Werkzeug-Kits zum Bau von Behausungen hat das Rote Kreuz bereit gestellt.
  • Mit den Hilfsgütern hat das Rote Kreuz etwa 80.000 Familien zu einer Unterkunft verholfen.

Psychologische Betreuung und Suchdienst

  • Viele Betroffene, besonders Kinder, sind durch ihre Erlebnisse traumatisiert. Speziell ausgebildete Helfer betreuen sie psychologisch und helfen bei der persönlichen Verarbeitung von Verlust und Trauer.
  • Über 5,023 Menschen haben mit Hilfe des Suchdienstes des Roten Kreuzes bereits Kontakt zu ihren Lieben hergestellt.  (Stand 31. März 2010)
  • Auf der Webseite www.icrc.org/familylinks sind derzeit etwa 29,378 Menschen registriert, um vermisste Angehörige zu finden und ihnen Lebenszeichen zu übermitteln. (Stand 31. März 2010)

Finanzielle Hilfen

Unzählige Menschen in Haiti haben durch das Erdbeben ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Mit dem „Pilot Cash-Transfer-Programme“ erhalten die Erdbebenopfer neben Hilfsgütern auch eine kleine finanzielle Hilfe. Nach ersten Rückmeldungen wollen die Menschen das Geld als Existenzgrundlage nutzen und in Kleinhandel oder Bildung investieren.

Foto: Überblick über ein Lager mit provisorischen Unterkünften
Zuhause für den Übergang: Ein provisorisches Lager in Port-au-Prince.
Foto: Sozialarbeiter Jerome sitzt miz einem Baby im Schoß auf dem Boden und hält ihm ein Spielzeug hin.
Eltern wie Kinder sind von ihren Erlebnissen traumatisiert. Rotkreuzhelfer unterstützen sie.
Foto: Die kleine Widline Sanon hat einen gefüllten Wasserkanister auf dem Kopf.
Die kleine Widline Sanon trägt einen gefüllten Wasserkanister auf ihrem Kopf nach Hause.

Die Hoffnung für Haiti liegt in der Zukunft

Soforthilfe ist für die Menschen überlebenswichtig. Darüber hinaus schaut das Rote Kreuz in die Zukunft und wird sich weiterhin für die Erdbebenopfer engagieren. Das DRK war schon vor dem Erdbeben in Haiti aktiv. Die Hilfe geht weiter, denn jetzt braucht der arme Inselstaat die Hilfe nötiger denn je. Lesen Sie hier mehr über die Wiederaufbauhilfe des DRK.

Für die Nothilfe und den Wiederaufbau in Haiti ist das DRK dringend auf Spenden angewiesen. Spenden Sie Hoffnung für Haiti! Danke.

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© Fotos: IFRC/ Jakob Dall, American Red Cross/ Talia Frenkel, DRK, Victor Lacken/IFRC, DRK/ Stefan Trappe

 

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